Bayerwald-Spielmannsvereinigung

Historie der Bayerwaldspielmannsvereinigung

 

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1965 - wurde der Verband als " Vereinigung der Spielmanns- und Fanfarenzüge des Grenzlandes" gegründet. Dem Verband gehören die Züge an aus Zwiesel, Viechtach, Lam, Blaibach, Grafenwiesen, Bischofsmais, Kötzting, Arnbruck, Furth i.W., Waldmünchen und Ruhmannsfelden. Alois Groß aus Furth i.W. wird Leiter der Vereinigung.

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1966 - Der erste musikalische Wettstreit findet in Furh i.W. statt. Johann Kachelmeier übernimmt die Führung im Verband.

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1974 - übergab Kachelmeier nach acht überaus erfolgreichen Jahren das Zepter an den Vorstand des " Agnes-Bernauer-Fanfarenzuges" aus der Gäubodenmetropole Straubing, Siegfried Batke. Er und sein Stellvetreter Horst Zellner aus Viechtach bemühten sich redlich um die Neugewinnung von Vereinen um möglichst allen Zügen die im Bayerwald beheimatet sind, die Möglichkeit zur Weiterbildung zu geben. Schließlich trat der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Regen bei.

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1975 - blickt die Vereinigung bayernweit und einige Züge gründen zusammen mit anderen bayerischen Spielmannszügen den "Landesverband für Spielmannswesen". 

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1981 - treten vier Vereine der Vereinigung bei: Teisnach, Neunburg v.W., Mallersdorf/Pfaffenberg und Metten. Die Züge Blaibach, Grafenwiesen, Kötzting und Waldmünchen kehren der BSV den Rücken. Ca. 50 Auftritte verbuchen die Spielmannszüge im Jahr. Die Umstellung auf Noten ende der 70er, anfang der 80er zahlte sich aus. Die Zeit der Knüppelmusik war vorbei.

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1983 - Unstimmigkeiten in der BSV stellen die Verantwortlichen auf die Probe. Der Spielmannszug aus dem Kurort Bad Abbach wollte sich der Vereinigung anschließen. Gehörte er aber doch weder zum bayerischen noch zum oberpfälzischen Wald. Sollte man aber deshalb einer Weiterentwicklung des Zuges im Wege stehen? Somit war das Tor offen für alle niederbayerischen und oberpfälzischen Spielmanns- und Fanfarenzüge.

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1984 - gibt nach zehn Jahren Sigi Batke sein Amt an den ehrgeizigen Bad Abbacher Johann Brinsteiner. Er ist bemüht die jungen Leute auch ausserhalb des musikalischen Bereiches zusammenkommen zu lassen. So findet in diesem Jahr das von Gerhard Brem (Brinsteiners Stellvetreter) initierte Hallenfußballturnier statt. Im gleichen Jahr finden im gegründeten Ausbildungszentrum Viechtach Lehrgänge der "Busecker Schule" statt. Die Wertungsbögen werden überarbeitet. 

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1986 - das erste Jugendleiterwochenende auf der Kronberghütte wird ein Erfolg. Die Mitgliederzahlen in den Vereinen steigt auf 45-70 Personen. Die Saison beinhaltet zwischen 40 und 50 Auftritte.

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1988 - der Spielmannszug des Hallertauer Volkstrachtenvereines aus Siegenburg wird in der BSV begrüßt. Über einhundert Spielleute erreichen das bronzene oder silberne Leistungsabzeichen des Bundesverbandes.

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1991 - gründet die BSV auf Initiative von Hans Brinsteiner das "Spielleuteensemble". Dieses Ensemble besteht aus einzelnien Musikern der verschiedenen Spielmannszüge. Manfred Weller aus Hessen übernimmt die ersten Proben. Das "Freie Fanfarenkorps" Straubing verlässt die Vereinigung.

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1992 - verabschiedet sich Brinsteiner vom Verband. Bernhard Schlauderer aus Bad Abbach leitet nun die BSV.

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1994 - wird das Hallenfußballturnier zu Ehren des 1993 verstorbenen langjährigen 2. Vorsitzenden der BSV und Vorstand der Viechtacher Gerherd Brem, in das "Gerhard-Brem-Gedächtnisturnier" umbenannt. Bei den Neuwahlen im März treten zwei junge Spielleute aus ihrem Schatten hervor. Fritz Lingauer aus Siegenburg führt fortan den Verband mit der Hilfe seines Stellvertreters Christian Bielmeier aus Viechtach. Mallersdorf/Pfaffenberg kehrt zurück. Allgemein verjüngen sich die Verantwortlichen in den Vereinen. Beim Wettstreit wird die umstrittene Sonderklasse in eine Präsentierklasse umgewandelt. Die Führung der BSV bemüht sich redlich um die Akzeptanz im Reigen der großen Verbände in Bayern, um so an Gelder des Kultusministeriums zu kommen. Die Besetzungsform der Vereine ändert sich, die Melodiestimme bei den Flöten liegt nun hauptsächlich bei Alt und Tenor. Das Spielleuteensemble gibt dies vor. Nach einer kurzen Probenphase mit Anton Lautenschlager aus Nittenau leitet nun Christian Bielmeier das Ensemble. Das Ausbildungszentrum verzeichnet Rekordbeteiligung mit über 100 Teilnehmer. 1996 - Die Anerkennung durch den Freistaat Bayern ist vollzogen.

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1998 - Der Wettstreit wird umbenannt in "Bayerwald-Meisterschaft". In der BSV wird das Marimaphon teilweise eingesetzt. Neue Wertungsrichtlinien werden angestrebt.

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1999 - 1. Vorsitzender Fritz Lingauer verunglückt tödlich. Der Verband ist geschockt. Christian Bielmeier übernimmt in der Neuwahl die Führung der BSV. Thomas Schmeiser aus Bad Abbach wird sein Stellvetreter. Der Wertungsbogen wird komplett überarbeitet und geändert, gerichtet an den Kriterien des Bayerischen Blasmusikverbandes.

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2000 - der Verband geht ins Internet. Wieder über einhundert Lehrgangsteilnehmer. Die BSV hat ihren festen Platz in der Musikzeitung "Bayerische Blasmusik".